Abitur schützt nicht vor Arbeitslosigkeit
Posted on Oktober 15th, 2009 von admin„Kind, pass in der Schule auf!“.Diesen Satz kennt so ziemlich jeder aus seinem Elternhaus. Passt man in der Schule immer auf, so kommt man aufs Gymnasium, macht sein Abitur und dann hat man fürs Erste ausgesorgt. So zumindest die Logik der Eltern.
Das diese Theorie lückenhaft und unschlüssig ist, zeigen die letzten Arbeitslosenzahlen. Ein hohes Bildungsniveau schützt nicht mehr vor Hartz-IV und Arbeitslosigkeit.
Alleine im letzten Jahr stieg die Erwerbslosigkeit junger Menschen mit Fach- und Hochschulreife um 25 Prozent an.
Erstaunlich sind dabei die geringeren Anstieg bei Menschen mit Mittlerer Reife (10,8 Prozent), Hauptschulabschluss (5,4 Prozent), oder keinem Schulabschluss(5,5 Prozent).
In den alten Bundesländern stieg der Anteil der Abiturienten unter den Arbeitslosen auf 15,8 Prozent, in den neuen waren es 13,8 Prozent.
Dieser Trend lässt sich auch auf die Hartz-IV Beziehende übertragen. Um 14 Prozent stiegen die Anträge der Menschen mit dem höchst-möglichen Schulabschluss, unter den Hauptschülern gerade einmal um 1,6 Prozent.
Wie man an diesen Zahlen sehr gut erkennen kann, sind Fach- und Hochschulreife keinesfalls Freifahrschein für die Arbeitswelt.
Welche Ursachen können diese zahlen haben?
Logisch, der erste und auch wichtigste Faktor ist wohl die Wirtschaftskrise, die vorallem den Leuten die nach dem Abitur direkt arbeiten wollen im Weg steht. Zu viele Betriebe stellen keine Arbeitnehmer mehr ein. Ein weiterer Grund könnte an den Universitäten liegen. So ist der Numerus Clausus bei den meisten Studiengängen in den letzten Jahren enorm angestiegen. Viele Leute mit Hochschulfreie werden somit von den Universitäten ausgeschlossen, sind aber für den restlichen Arbeitsmarkt eigentlich fast überqualifiziert.
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